Goldgrube für Online-Händler ? Einige Fakten zum Black Friday: 24.11.2017

Auch deutsche Geschäfte (nicht dabei: Schneidbrett-Shop.de und holzmoebelkontor.de) werben mit Rabatten, der Cyber Monday Week, der Black Week und dem Black Friday am Freitag - wie in den USA. Dieses Jahr erwarten sie Rekordumsätze.

Die Händler werben mit satten Preisnachlässen.

Der Black Friday ist immer ein Tag nach Thanksgiving, also dem Erntedankfest in den USA. Viele Amerikaner nutzen den Brückentag gerne für die ersten Weihnachtseinkäufe, und das haben auch die Händler erkannt. In Deutschland gibt es häufig die ganze Woche über Rabatte. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Black Friday zusammengestellt:

1. Apple war in Deutschland der Vorreiter

Der Black Friday und die Ableger gibt es in den USA schon seit fast 60 Jahren. In Deutschland finden die Rabattaktionen mittlerweile zum zwölften Mal statt. Los ging es bei uns im Jahr 2006, damals hatte der iPhone-Hersteller Apple als erstes Unternehmen die Preise gesenkt. Anschließend zogen viele Online-Shops nach.

2. Auch der stationäre Einzelhandel macht mit

Viele Geschäfte beteiligen sich Online und im Einzelhandel an den Rabattaktionen.

In Deutschland waren bei den Rabattaktionen ursprünglich nur Online-Shops dabei. Mittlerweile machen aber auch die Einzelhändler mit und bieten Rabatte an. In dieser Woche können Verbraucher zum Beispiel bei Kaufhof, Media Markt oder dem Lebensmittelhändler Edeka Schnäppchen machen.

3. Rabattaktionen sorgen für satte Umsätze

Die Aktionstage rund um den Black Friday haben sich zu einer echten Goldgrube für deutsche Online-Händler entwickelt. Im vergangenen Jahr setzte die Branche mehr als eine Milliarde Euro um. In diesem Jahr sollen die Umsätze sogar noch höher sein, es wird mit einem Rekord gerechnet. Im Vergleich zu den USA sind die Umsätze bei uns aber noch deutlich niedriger. In Übersee ist der Black Friday der umsatzstärkste Tag des ganzen Jahres.

4. So viel sparen Kunden tatsächlich

Kunden freuen sich auf zahlreiche Schnäppchen.

Die Händler werben aktuell mit satten Preisnachlässen: 60, 70, 80, teilweise sogar bis zu 90 Prozent sollen Verbraucher sparen können. So viel Rabatt gibt es meistens aber nicht. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Kunden diese Woche im Schnitt gut 40 Prozent sparen.

Sparen können Verbraucher vor allem bei Elektronikartikeln, Kleidung und Lebensmitteln.

5. Die Marke "Black Friday" ist in Deutschland geschützt

Häufig ist diese Woche nicht vom Black Friday die Rede, sondern von der Black Week, dem Red Friday oder dem Super-Schnäppchen-Freitag. Das liegt ganz einfach daran, dass sich ein in Hongkong sitzendes Unternehmen die Namensrechte in Deutschland gesichert hat. Händler, die mit dem Begriff Black Friday werben möchten, müssen dafür Geld bezahlen.

Von Tobias Frey, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Gerd Freye