Küche - Holzpflege - Schneidebretter & Hackblöcke aus Holz lieben gute Pflege. 06.06.2018

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Mit welchem Öl kann ich meine Holzutensilien in der Küche (Schneidebretter und Hackblöcke) lebensmittelecht behandeln?

Wie kann ich das Holz in der Küche richtig desinfizieren?

Holz desinfizieren

Organische Produkte, vor allem Schimmelpilze, hinterlassen bakterielle Spuren und Sporen auf allen damit in Berührung kommenden Gegenständen.

Denken Sie beispielsweise an ein Stück verschimmeltes Brot auf der Küchenarbeitsplatte oder dem Küchenschneidebrett.

Um die Lebensmittel oder das Essen damit nicht in Kontakt zu bringen, gibt es Möglichkeiten die Arbeitsfläche und Schneidebretter zu desinfizieren.

Hochprozentiger Alkohol

tötet Bakterien weitgehend ab. Geruchsneutralen Ethanol oder Isopropanol gibt es in der Apotheke. Alternativ lassen sich die Bakterien auch mit Branntweinen aus dem Supermarkt bekämpfen. In den Branntweinen sind allerdings Aromastoffe enthalten, und diese verflüchtigen sich recht langsam.

Bitte beachten: der hochprozentige Alkohol (60-70 Vol%) greift neben den Bakterienzellen auch die Zellen des Holzes an. Das Holz wird mit der Zeit spröde, und damit können neue Verunreinigungen schneller aufgenommen werden.

Daher empfehlen wir nach einer Alkohol-Behandlung eine nachträgliche Holzschutzbehandlung mit Öl.

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Spülmittel

ist ein altbewährtes und sehr brauchbares Reinigungsmittel. Die Holzflächen hierzu mit Spülmittel oder auch Kernseife gründliche einreiben und einige Minuten einwirken lassen.

Anschließend mit heißem Wasser sorgfältig abspülen. Auch in diesem Fall empfehlen wir eine nachträgliche Holzschutz-Behandlung mit Öl.

Heißes Wasser

ist ein gutes und schonendes Desinfektionsmittel. Einige Minuten das kochende Wasser wirken lassen und anschließend sorgfältig trocknen.

Beachten Sie eine der drei genannten Desinfektionsmöglichkeiten regelmäßig, ist die Hygiene in der Küche gewährleistet.

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Holz ölen

ist eine sinnvolle Schutzbehandlung für das Holz.

Das Öl bewirkt, das das Wasser nicht so schnell vom Massivholz aufgenommen wird, färbende Lebensmittel nicht so schnell Flecken hinterlassen und das Holzschneidebrett seinen Farbton behält.

Eine regelmäßige Behandlung mit lebensmittelechtem Öl unterstreicht die Beanspruchungsdauer und nicht zuletzt die Optik der Küchenutensilien äußerst positiv.

Viele Hersteller lebensmittelechter Öle finden Sie im Internet. Holzschneidebretter richtig ölen geht so: Sollten Sie z. B. in der Küche geruchsneutrales Walnussöl verwenden, können Sie das Öl auch gerne für die Pflege der Küchenbretter, Butcherblöcke und Kochlöffel nutzen.

Raps-, Oliven-, Sonnenblumen- oder auch Leinsamenöl stehen in jeder Küche oft griffbereit. Genau wie bei beim Kochen ist aber Öl nicht gleich Öl. Für die richtige Pflege der Schneidebretter ist das Trocknungsverhalten der Öle entscheidend.

Hier ist aber nicht das Verdunsten gemeint, sondern die Reaktion mit Sauerstoff, die Oxidation und Verharzung.

Sonnenblumen- und Rapsöl gehören zu den halbtrocknenden Ölen:

Diese Öle trocknen und verharzen bis zu einem gewissen Grad, jedoch nicht vollständig. Bevor das Öl auf der Holzoberfläche komplett getrocknet und vom Holz absorbiert wurde, kann es ranzig und klebrig werden. Darum muss sämtlicher Überschuß der nach dem Einreiben stehen geblieben ist, gründlich abgewischt werden, bevor das Küchenbrett zum Trocknen an der Luft beiseite gestellt wird.

Olivenöl gehört zu den nichttrocknenden Ölen:

Olivenöl trocknet und verharzt nicht und bleibt auch nach Wochen als öliger Film auf der Holzoberfläche stehen. Daher sollte Olivenöl nur zur Verwendung kommen, wenn das Holzbrett sowieso im täglichen Gebrauch ist und dementsprechend auch täglich abgespült wird. Das wiederkehrende, tägliche feuchte abwischen vermeidet, dass das Olivenöl ranzig und klebrig wird.

Leinsamenöl gehört zu den trocknenden Ölen:

Leinsamenöl verharzt vollständig und ist damit sehr gut zur Pflege der Küchen-Holzbretter geeignet. Es bleibt kein öliger Film auf dem Holz zurück. Das Öl wird nicht ranzig und bietet einen guten und dauerhaften Schutz der Schneidebretter. Leinöl ist ein reines Naturprodukt und auch als Lebensmittel bekannt. Aber bitte verwechseln Sie reines (kaltgepresstes) Leinöl nicht mit einem Leinöl Firnis. Verwenden Sie zur Pflege Ihrer Schneidebretter nur naturbelassenes Leinöl. Unterschiedlichste Trockenmittel, die in Leinöl Firnis stecken, möchten Sie sicher nicht auf Ihren Küchenbrettern haben.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind in unserer Anleitung zur Pflege der Schneidebretter noch näher beschrieben.

Holzmöbel

sollten Sie nicht mit Salatöl behandeln.

Ökologisch ist das absolut unbedenklich, aber Lebensmittelöle bleiben weich und werden mit der Zeit ranzig, diese Öle trocknen nicht aus.

Für Gebrauchsgegenstände wie Kochlöffel aus Holz, Schneidebretter aus Holz und Frühstücksbrettchen sind Raps-, Sonnenblumen-, Oliven- oder Walnussöl aber ohne Bedenken zu verwenden.

Durch die häufige Nutzung und das regelmäßige spülen bleibt dieser Effekt aus.

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Tipp: Bitte gewährleisten Sie, daß die Holzbretter auch auf der Auflagefläche ausreichend belüftet werden, zum Beispiel durch Gummipuffer.

Ein MassivHolzBrett sollte allseitig "luftig" gelagert werden. Eine dauerhafte, vollständige Auflage z.B. auf einer NaturSteinArbeitsplatte würde das Holz einseitig absperren, und damit das Holz zum "Arbeiten" in gegenseitige Richtung veranlassen.

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